44. Kapitel - IPSec Grundlagen

44.1. IPSec

IPSec ist eine Familie von Standards, um lokale Netzwerke sicher über das Internet zu verbinden. Dabei legt IPSec so genannte Virtual Private Networks (VPN) an.

IPSec arbeitet dabei auf der IP-Ebene. Dies bedeutet, es werden keine Veränderungen (wie z.B. Verschlüsselungsmodule) in den verwendeten Programmen benötigt. Deshalb ist es auch mit allen TCP/IP basierten Netzwerkprogrammen kompatibel, die mit unterschiedlichen Netzen zurechtkommen.

IPSec kann lokale Netze oder auch einzelne Clients mit privaten Netzwerkadressen über das Internet verbinden indem ein sog. Tunnel aufgebaut wird. Der Absender verschlüsselt die IP-Pakete und packt sie in neue Pakete ein. Beim Empfänger werden die Pakete wieder ausgepackt, entschlüsselt, geprüft und weitergeleitet.

Bevor allerdings eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut werden kann, müssen sich die beiden Verbindungspartner sicher sein, dass Ihr Gegenüber auch der ist, für den er sich ausgibt (Authentifizierung). Hierzu sind zwei Verfahren verbreitet. Das eine wird Pre-Shared Key (PSK) oder auch Shared Secret genannt. Hierbei kennen beide Seiten ein gemeinsames Passwort. Bei dem anderen Verfahren wird die so genannte Public-Key Kryptographie eingesetzt.